Artgerechte Ziegenhaltung
Bei uns steht das Wohl der Tiere und ein achtsamer Umgang im Mittelpunkt. Entdecke, was unsere Ziegenhaltung so besonders macht und welche Vorteile sie für die Tiergestützte Interventionen bietet.
Das Tier im Mittelpunkt, echte tiergestützte Arbeit beginnt bei der Haltung
Tiergestützte Arbeit ist ein Geschenk für Kinder, für Erwachsene, für alle, die sich dem Wesen eines Tieres öffnen. Doch dieses Geschenk ist nur dann authentisch, wenn es auf einem Fundament ruht: dem Wohlbefinden des Tieres. Die Ziege ist kein Werkzeug. Sie ist kein Medium. Sie ist ein fühlendes Wesen, mit Bedürfnissen, Eigenheiten und einer Persönlichkeit.
Wer mit Ziegen arbeitet, sollte ihre Sprache kennen, sie verstehen und ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen.

Leben im Rhythmus der naTUR, GANZJÄHRIGE WeideHALTUNG
Unsere Ziegen leben ganzjährig im Freien, mit ständigem Zugang zu Weideflächen und einem natürlichen Waldstück. Dort können sie klettern, springen, sich zurückziehen und soziale Kontakte pflegen. Der Stall steht als wettergeschützter Rückzugsort bereit, trocken, gut belüftet, sauber und ohne ständigen Zwangsaufenthalt. So entsteht ein Lebensraum, kein Stallhaltungssystem.
Die Leitlinien für tiergestützte Interventionen betonen: Nur physisch und psychisch gesunde Tiere dürfen in der tiergestützten Arbeit eingesetzt werden und das auch nur freiwillig. Regelmäßiger Weidewechsel, ein angepasstes Fütterungskonzept und konsequente Parasitenprophylaxe sichern die Gesundheit unserer Ziegen langfristig ab. All das ist unverzichtbar, um Sicherheit und Wohlbefinden im Mensch-Tier-Kontakt zu gewährleisten.
Durch eine artgerechte Haltungsform können sich die Ziegen natürlich verhalten, Belastungen gut ausgleichen und bleiben neugierig und kooperationsbereit, die Grundvoraussetzung für eine ehrliche und nachhaltige tiergestützte Arbeit.
Körperlich gesund, seelisch stabil, die Grundlage für jedes tiergestützte Angebot
Eine Ziege, die gestresst ist, wird nicht kooperieren.
Eine Ziege, die Schmerzen hat, wird sich entziehen.
Eine Ziege, die nicht Ziege sein darf, kann nicht begleiten.
Deshalb geht es bei uns nicht um "Haltung“ sondern um Fürsorge. Alle Ziegen bekommen ausgewogenes, gesundes Futter, angepasst an Jahreszeit und Bedarf.
Sie haben Kletter - und Springmöglichkeiten, zum ausleben ihrer Bewegungsfreude.
Sie dürfen in einer sozialen Gruppe leben, es gibt keine Isolation. Ziegen sind Herdentiere. Ohne Kontakt werden sie krank. Eine Einzelhaltung ist verboten.

Altwerden dürfen, gelebte Ethik statt Nutzungskonzept
Bei uns wird kein Tier „aussortiert“.
Es wird nicht bewertet, ob ein Tier „brauchbar“ ist.
Hier darf ein Tier einfach sein.
Mit Ecken, mit Kanten, mit schrulligen Eigenheiten.
Es wird kein Tier geschlachtet, unsere Ziegen dürfen alt werden, grau ums Maul, langsam, vielleicht sogar ein wenig eigensinnig.
Gerade Tiere, die nichts mehr beweisen müssen, sind oft die weisesten Begleiter für Kinder, für Menschen in Krisen, für jene, die selbst lernen müssen, dass sie mit all ihren Macken dazugehören.
Unser Ort ist kein Produktionsort, er ist ein kleiner Lebenshof.
Nur ein ausgelassenes Tier kann geben
Tiergestützte Arbeit verlangt nach Tiefe, nicht nach Show. Ein Tier, das ausgelastet ist, körperlich wie seelisch, ist kein leeres Gefäß.
Es ist voller Lebendigkeit, voller Neugier, voller Bereitschaft.
Nicht gezwungen, sondern eingeladen.
Nicht dressiert, sondern gesehen.
So wird aus einer Ziege ein Partner.
So wird aus tiergestützter Arbeit eine wahrhaftige Begegnung.